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Reyo Marktreport · September 2026

Black-Friday-Benchmark 2026: Wie tief der deutsche E-Commerce wirklich rabattiert.

Die Rabatttiefe im Black-Friday-Zeitraum 2025 reichte von 14 Prozent Median-Rabatt bei Beauty (geringe Fallzahl) und 15 Prozent im Sport- und Tierbedarfshandel bis 30 Prozent bei Lebensmitteln, Möbeln und Optik. Über alle ausgewerteten Branchen hinweg begann die Aktionsphase am 1. November 2025, also 27 Tage vor dem eigentlichen Black Friday am 28. November.

Veröffentlicht im September 2026 · Datenbasis: Black-Friday-Saison 2025Report-PDF: Q4 im PostfachPDF · hinter kurzem FormularZur Datengrundlage

Zwischen 14 und 30 Prozent – und in keiner Branche eine Überraschung.

Der Median-Rabatt unterscheidet sich stärker zwischen den Branchen als zwischen Oktober und Black Friday. Deshalb steht hier jede Branche für sich.

BrancheHändler (n)Median-Rabatt (fest)Erste Black-Friday-KampagneMails je Händler in der Peak-Woche
Mode & Schuhe3620 %02.11.7,4
Sport & Outdoor1415 %01.11.4,9
Lebensmittel & Supermarkt1130 %01.11.5,6
Gesundheit & Apotheke1220 %02.11.6,1
Kind & Baby1120 %17.11.3,5
Tierbedarf915 %03.11.4,3
Wohnen & Möbel1030 %02.11.9,5
Beauty¹614 %01.11.8,3
Second-Hand & Resale¹720 %03.11.4,7
Brillen & Optik¹730 %01.11.7,6

¹ Geringe Fallzahl (unter 10 Händler in der Median-Basis), Werte mit Vorsicht zu lesen.

„Händler (n)" ist die Zahl der Händler, die mit mindestens drei erfassten Kampagnen in den Median eingehen. Es gibt bewusst keine Gesamtzeile: Ein Median über Mode, Tierbedarf und Lebensmittel hinweg beschreibt keinen dieser Märkte.

Datenquelle: Analytics → Markt (Rabatt-Verteilungen, Kampagnen-Timeline), Analytics → E-Mail (Versandfrequenz)

2 · Datengrundlage

136 Händler, 3.361 Newsletter, ein Zeitraum.

Datengrundlage: Ausgewertet wurden 136 Händler aus 10 Branchen im Zeitraum 1. November bis 5. Dezember 2025. Erfasst wurden 3.361 Newsletter und 2.034 Kampagnen. Rabatthöhe, Mechanik und Mindestbestellwert werden automatisiert je Einzelnachricht ausgewertet. Alle Angaben sind aggregiert, einzelne Marken werden nicht ausgewiesen.

In Mediane gehen nur Händler mit mindestens drei erfassten Kampagnen im Zeitraum ein (126 der 136 Händler). Branchen mit weniger als sechs solchen Händlern werden nicht ausgewiesen, Branchen mit sechs bis neun nur mit sichtbarem Fallzahl-Hinweis.

Referenzwert: Als Vergleich dient der Oktober 2025 (gleiches Händler-Panel, direkt vor der Saison). Ein Vergleich mit der Saison 2024 entfällt, weil das Beobachtungs-Panel damals deutlich kleiner war und die Werte nicht vergleichbar wären.

Kanalabdeckung: Alle Kernaussagen beruhen auf Newsletter-Daten, dem Kanal mit der dichtesten Erfassung. Push-Nachrichten und App-Coupons wurden im Zeitraum noch nicht erfasst und fehlen deshalb, nicht weil Händler sie nicht nutzen. Meta Ads sind als separate Ergänzung mit eigener Basis ausgewiesen.

Nicht erfasst: Aktionen, die ausschließlich über bezahlte Suchanzeigen, Filialaushänge oder Printwerbung liefen. Rabatte in geschlossenen Kundenclubs sind nur enthalten, soweit sie per Newsletter kommuniziert wurden.

Erhebung: laufende Wettbewerbsbeobachtung von Reyo.

Der Black Friday ist kein Tag mehr, sondern vier Wochen.

Der Black Friday ist im deutschen Handel längst kein Tag mehr, sondern ein Zeitraum von rund vier Wochen. Wer am Freitag selbst startet, kommt in einen Markt, der seit dem 1. November läuft.

Kampagnenstarts je Woche, 1. November bis 5. Dezember 2025Kampagnenstarts je WocheSaisonstart 1.11.5093.–9.11.44510.–16.11.35917.–23.11.35124.–30.11.2451.–5.12.So 9.11. · 131 StartsBlack Friday 28.11.
Kampagnenstarts je Woche, 1. November bis 5. Dezember 2025 · Peak am 9. November markiert · n = 2.034 Kampagnen
  • Erste Aktionen: Die ersten explizit als Black-Friday- oder Cyber-Aktion benannten Kampagnen starteten am 1. November, in vier der zehn Branchen gleich am ersten Tag des Zeitraums.

  • Die Startwelle: In der Woche vom 3. bis 9. November starteten 509 Kampagnen, mehr als in jeder anderen Woche des Zeitraums. Der stärkste Einzeltag war Sonntag, der 9. November, mit 131 Kampagnenstarts.

  • Kein Durchatmen: Auch danach blieb das Niveau hoch: 445 Starts (10. bis 16.11.), 359 (17. bis 23.11.), 351 in der Black-Friday-Woche selbst (24. bis 30.11.).

  • Ausklang: In den ersten fünf Dezembertagen starteten noch 245 Kampagnen, der Cyber Monday verlängert die Woche, ohne eine eigene zweite Welle auszulösen.

  • Wie viele mitspielen: In Wohnen & Möbel fuhren 90 Prozent der Händler eine benannte Black-Friday-Kampagne, in Mode & Schuhe 82 Prozent, bei Brillen & Optik alle beobachteten Händler. Nur der Lebensmittelhandel blieb mit 54 Prozent zurückhaltend.

Datenquelle: Analytics → Markt (Kampagnen-Timeline, Laufzeit-Verteilung); Monitor → Gantt-Zeitstrahl

Black Friday erhöht nicht den Rabatt, sondern die Lautstärke.

Der Median des fest kommunizierten Rabatts lag je nach Branche zwischen 14 und 30 Prozent (Tabelle oben). Die Spannbreite einzelner Aktionen reichte von 3 bis 100 Prozent.

Der eigentliche Befund: Black Friday erhöht nicht den Rabatt, sondern die Lautstärke. In fünf der sieben Branchen mit belastbarem Oktober-Vergleich war der Median im Aktionszeitraum identisch mit dem Vormonat: Mode & Schuhe 20 Prozent (Oktober: 20), Gesundheit & Apotheke 20 (20), Lebensmittel 30 (30), Tierbedarf 15 (15), Brillen & Optik 30 (30). Nur Wohnen & Möbel legte von 20 auf 30 Prozent zu. Was sich zum Black Friday tatsächlich ändert, sind das „bis zu"-Versprechen und die Sendefrequenz.

Median-Rabatt je Branche: fest zugesagt, „bis zu" versprochen, Oktober-Referenzfest zugesagt (Median)„bis zu" versprochen (Median)Oktober-Median (Referenz)0 %10 %20 %30 %40 %50 %60 %70 %Rabatt in ProzentMode & Schuhe20 %60 %Sport & Outdoor15 %50 %Lebensmittel & Supermarkt30 %50 %Gesundheit & Apotheke20 %55 %Kind & Baby20 %50 %Tierbedarf15 %44 %Wohnen & Möbel30 %57,5 %Beauty¹14 %50 %Second-Hand & Resale¹20 %67,5 %Brillen & Optik¹30 %50 %
Median-Rabatt je Branche: fest zugesagt, „bis zu" versprochen und der Oktober-Median als Referenz · ¹ geringe Fallzahl

Fest zugesagt gegenüber „bis zu" versprochen (Median)

Branchefester Rabatt„bis zu"-RabattAnteil „bis zu" an den Rabatt-Kampagnen
Mode & Schuhe20 %60 %42 %
Sport & Outdoor15 %50 %28 %
Lebensmittel & Supermarkt30 %50 %23 %
Gesundheit & Apotheke20 %55 %39 %
Kind & Baby20 %50 %19 %
Tierbedarf15 %44 %18 %
Wohnen & Möbel30 %57,5 %42 %
Beauty¹14 %50 %18 %
Second-Hand & Resale¹20 %67,5 %10 %
Brillen & Optik¹30 %50 %38 %

In Mode und Möbeln trägt fast jede zweite Rabatt-Kampagne ein „bis zu" im Titel, und das Versprochene liegt beim Doppelten bis Dreifachen des fest Zugesagten. Der Abstand zwischen 20 Prozent fest und „bis zu 60 Prozent" ist die eigentliche Black-Friday-Geschichte.

Verteilung nach Rabattbändern

Anteil der Rabatt-Kampagnen je Band, inklusive „bis zu"-Angaben mit ihrem Maximalwert.

Brancheunter 20 %20 bis 30 %30 bis 50 %über 50 %Basis (Kampagnen)
Mode & Schuhe12 %33 %29 %26 %290
Sport & Outdoor36 %22 %28 %14 %88
Lebensmittel & Supermarkt3 %28 %57 %13 %119
Gesundheit & Apotheke27 %26 %20 %26 %110
Kind & Baby27 %29 %40 %4 %48
Tierbedarf66 %19 %11 %4 %74
Wohnen & Möbel11 %27 %32 %30 %119
Beauty¹52 %25 %14 %9 %56
Second-Hand & Resale¹40 %45 %5 %10 %40
Brillen & Optik¹11 %25 %54 %10 %80

Datenquelle: Analytics → Markt (Rabatt-Donuts, Rabatt-Verteilungen fest gegenüber „bis zu")

Prozent ist der Standard, der Euro-Betrag ein Warenkorb-Hebel.

Prozent-Rabatt war mit Abstand die häufigste Wahl: 85 Prozent der monetären Aktionen liefen so. Euro-Beträge sind die Ausnahme und werden fast immer an hohe Mindestbestellwerte gekoppelt.

Basis: 2.034 Kampagnen der zehn Branchen, davon 1.667 mit automatisch klassifizierter Incentivierung.

  • Prozent gegenüber Euro-Betrag: 85 zu 15. 1.063 Kampagnen liefen über Prozent-Rabatte, 183 über feste Euro-Beträge.

  • Gutscheincode: 20 Prozent aller Kampagnen nutzten einen Code. Bei Euro-Aktionen sind Codes mit 45 Prozent fast Standard, bei Prozent-Aktionen sind es 29 Prozent.

  • Mindestbestellwert: 16 Prozent der Kampagnen koppelten den Rabatt an einen Mindestbestellwert. Bei Prozent-Aktionen lag er im Schnitt bei 71 Euro, bei Euro-Beträgen bei 282 Euro: Der Euro-Rabatt ist fast immer ein Warenkorb-Hebel, kein Geschenk.

  • Gestaffelte Rabatte: 2 Prozent der Aktionen (44 Kampagnen).

  • Gratisartikel: 63 Kampagnen (4 Prozent der klassifizierten).

Kennzahlen zu Versandkosten-Aktionen und Sortimentsbeschränkung („alles" gegenüber Teilsortiment) wurden gestrichen: Die zugrunde liegenden Felder sind für den Zeitraum nicht belastbar klassifizierbar.

Datenquelle: Analytics → Markt (Mechanik-Donuts, Incentive-Verteilung); Monitor → Kampagnen-Detail (Rabatt, MBW, Gutscheincode)

Das Doppelte bis Vierfache des Oktobers – und der Sonntagmorgen gehört allen.

Zwei Branchen tanzten aus der Reihe: Beauty und Tierbedarf hatten ihre stärkste Sendewoche bereits ab dem 10. November, Kind & Baby sogar ab dem 3. November.

Versandzeitpunkt Wochentag × Uhrzeit, Black-Friday-Saison 202501234567891011121314151617181920212223UhrzeitMoDiMiDoFrSaSomeistgenutzter Slot: Sonntag 7–9 UhrSonntag · 20 % aller Sendungen (678 von 3.361)7–10 Uhr · 44 % aller Newsletter · stärkste Einzelstunde: 7 Uhr
Versandzeitpunkt Wochentag × Uhrzeit · eingezeichnet sind nur die im Report ausgewiesenen Werte · n = 3.361 Newsletter
  • Peak-Woche: In der stärksten Woche (in acht von zehn Branchen die Black-Friday-Woche ab 24. November) erhielten Abonnent*innen je nach Branche 3,5 bis 9,5 Mails pro Händler. Spitzenreiter: Wohnen & Möbel mit 9,5, gefolgt von Beauty (8,3) und Brillen & Optik (7,6).

  • Gegenüber Oktober ist das je nach Branche das Doppelte bis Vierfache: Sport & Outdoor steigerte von 1,2 auf 4,9 Mails je Händler und Woche, Brillen & Optik von 2,3 auf 7,6, Mode & Schuhe von 3,3 auf 7,4.

  • Der aktivste Händler versendete 34 Newsletter in einer einzigen Woche.

  • Beliebtester Wochentag: Sonntag, mit 20 Prozent aller Sendungen (678 von 3.361), vor Montag und Donnerstag.

  • Häufigster Versandzeitpunkt: morgens. 44 Prozent aller Newsletter gingen zwischen 7 und 10 Uhr raus, die stärkste Einzelstunde ist 7 Uhr.

Push-Nachrichten und App-Coupons wurden im Zeitraum noch nicht erfasst; dieser Abschnitt entfällt und wird nicht als Marktaussage interpretiert.

Datenquelle: Analytics → E-Mail (Versandfrequenz, Wochentags- und Uhrzeit-Heatmaps)

Mode schaltet 345 neue Anzeigen je Händler – eine Untergrenze.

Für vier Branchen wird der Meta-Werbekanal für mindestens zehn Händler miterfasst. Im Zeitraum neu gestartete Anzeigen (jede Anzeigen-Variante zählt in der Meta Ad Library einzeln):

BrancheBasis: Händler mit erfasstem Meta-Kanalneu gestartete Anzeigenje Händler
Mode & Schuhe3311.392345
Brillen & Optik122.211184
Gesundheit & Apotheke121.573131
Tierbedarf131.12887

Einschränkung: Die Meta-Daten wurden nachträglich über die Ad Library erhoben (Backfill ab April 2026). Anzeigen, die aus der Library entfernt wurden, fehlen. Die Werte sind daher Untergrenzen und nur innerhalb dieser Tabelle vergleichbar. Für die übrigen sechs Branchen liegt die Erfassungsbasis unter zehn Händlern, sie werden nicht ausgewiesen.

Datenquelle: Monitor → Meta Ads (Ad-Library-Beobachtung)

Kein Panel, keine Umfrage – die laufende Beobachtung.

Die Auswertung basiert auf der laufenden Wettbewerbsbeobachtung von Reyo. Reyo erfasst Newsletter, Push-Nachrichten, App-Coupons und Meta Ads von Wettbewerbern, wertet jede Nachricht automatisiert aus und verbindet die Ergebnisse mit externen Einflüssen wie Wetter, Feiertagen und Trends. Marketingteams im E-Commerce nutzen das, um Timing, Thema und Rabatthöhe ihrer eigenen Kampagnen auf Marktdaten zu stützen.

Demo-Ansicht · Beispieldaten

7 · Was daraus folgt

Fünf Ableitungen für deine eigene Planung.

  1. 01

    Startzeitpunkt. Die Startwelle lief vom 3. bis 9. November. Wer am Black Friday selbst startet, kommt in einen Markt, der seit vier Wochen läuft, und konkurriert in der Woche mit der höchsten Postfach-Dichte des Jahres. Der Vorteil liegt in der ersten Novemberwoche.

  2. 02

    Rabatthöhe. Der feste Median bewegt sich zum Black Friday kaum (in fünf von sieben vergleichbaren Branchen identisch mit Oktober). Wer auffallen will, braucht kein tieferes Basis-Angebot, sondern eine klare Antwort auf die „bis zu"-Versprechen der Wettbewerber, die bei 50 bis 60 Prozent liegen.

  3. 03

    Mechanik. Prozent-Rabatte sind der Standard (85 Prozent der monetären Aktionen). Euro-Beträge funktionieren als Warenkorb-Hebel mit Mindestbestellwert um 282 Euro, nicht als Aufmerksamkeits-Mechanik.

  4. 04

    Frequenz. 3,5 bis 9,5 Mails je Händler in der Peak-Woche sind Marktstandard, das Doppelte bis Vierfache des Oktobers. Wer seine Frequenz nicht anhebt, verschwindet rechnerisch im Grundrauschen. Der meistgenutzte Slot ist Sonntagmorgen zwischen 7 und 9 Uhr.

  5. 05

    Der Kalender kennt keine Pause. Anders als oft angenommen gibt es zwischen Startwelle und Black-Friday-Woche kein ruhiges Fenster: Auch die Wochen dazwischen liegen bei 359 bis 445 Kampagnenstarts. Ein „früh starten und dann schweigen" bildet nicht ab, was der Markt tut.

Häufige Fragen.

Sieh dir deine Wettbewerber live an.

Der Benchmark zeigt zehn Branchen in Summe. Reyo zeigt dir die zehn Händler, die für dich zählen – mit Rabatt, Code und Mindestbestellwert je Kampagne, Montag um 8:15 im Postfach.